Skat 1 x 1
 
Mehr als beim Billard und beim Kegeln
gibt es beim Skatspiel feste Regeln,
spät lernt sie Mancher, Mancher früh,
manch einer aber lernt sie nie.
Weiss man nicht, was man spielen kann,
bringt man den Spieler selber d'ran
und kann auf dessen faule Karten
nun mit Gemächlichkeit jetzt warten.
Den Spieler bringe man zum Stechen,
womöglich ihn im Trumpf zu schwächen,
und nehme ihn, wie's Brauch und Sitte,
gehörig immer in die Mitte.
Spielst du zu Vieren , sei verschwiegen,
halt's Maul und lass den Skat fein liegen.
Zu schlechten Spielen und recht teuern
versuch' die Nachbarn anzufeuern.
"Auf Unter" heisst die Regel: "Unter",
von der man abweicht nur mitunter;
Und hat "Schell-Wenzel" man zu eigen,
muss man ihn bald dem Partner zeigen.
Vor Allem muss man es verstehen
auf's Spiel des Partners einzugehen
und ihm die Farbe nachzubringen,
die er gezeigt, vor allen Dingen.
Wer sich nach Regeln ängstlich richtet
und hinter die Schablone flüchtet,
den weihte nie mit einem Kuss
des Skaters höchster Genius.
Du gibst, wenn schlau Du und gerieben,
dem Freund die "9" und nicht die "7".
Sonst denkt derselbe: "Gott sei Dank,
mein Freund ist in dieser Farbe blank!".
Bist selber Du in Trümpfen stark,
so stich nicht gleich bei jedem Quark,
da du durch allzu vieles Stechen
dich fruchtlos wirst in Trümpfen schwächen.
Spielt Dir dein Freund 'ne Farbe an,
so schneide nie auf deinen Mann,
da dieser, wenn er ungezügelt
womöglich Dich im Falle prügelt.